Nach einer aktuellen Publikation von Zouboulis wurde bei Ai-Patienten in den USA eine hohe wirtschaftliche Belastung festgestellt. Diese besteht unter anderem aufgrund von geringerem Einkommenswachstum, höherem Risiko aus der Erwerbstätigkeit auszuscheiden und höhere indirekte Kosten im Alltag. Frauen können zudem deutlich häufiger als Männer nicht zur Arbeit gehen, etwa 10% von ihnen werden wegen der häufigen Abwesenheiten und der Unfähigkeit, ihre Arbeitsaufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen, vom Arbeitgeber entlassen. Zudem glauben 23% der Patienten, dass ihre Ai eine Beförderung verhindert. Patienten mit Ai leiden demnach an einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung, wobei die gesamten direkten Gesundheitskosten über einen Zeitraum von drei Jahren auf 6.783 US-Dollar (etwa 6.000 €) höher geschätzt werden als die der Kontrollen. Der durchschnittliche Ai-Patient hat im Vergleich zu Kontrollen mehr Arbeitsunfähigkeitstage (18,4 vs. 7,7 pro Jahr) und ein ca. 12% niedrigeres Jahreseinkommen. Auch die jährlichen indirekten Gesundheitskosten von Ai-Patienten scheinen extrem erhöht zu sein (2.925 US-Dollar gegenüber 1.483 US-Dollar), sowie medizinisch bedingte Erwerbsunfähigkeitskosten (1.598 US-Dollar gegenüber 1.051 US-Dollar) und Invaliditätskosten (1.328 US-Dollar gegenüber 461 US-Dollar).

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Titel:

The socioeconomic burden of hidradenitis suppurativa/acne inversa.

Autoren:

Zouboulis CC.

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PMID:

31259406

Quelle:

Br J Dermatol. 2019 Jul;181(1):7-8. doi: 10.1111/bjd.17396.