In der Akne inversa-Forschung gab es lange Zeit das Problem, dass es kein anerkanntes und probates Bewertungssystem zur Beurteilung der Schwere einer Akne inversa gab. Mit der Einführung des IHS4-Score Ende 2017 gab es erstmals ein validiertes Bewertungssystem. Dieses bezog jedoch keine individuellen Patientendaten ein. Die Einschränkungen, die die chronische, eitrige Hauterkrankung im Alltag der Betroffenen mit sich bringt, fanden bisher keine Berücksichtigung bei der Erfassung der Schwere der Erkrankung. Sie sind jedoch ein fundamentaler Bestandteil der Erkrankung und können darüber entscheiden, ob eine Therapie von Betroffenen als erfolgreich oder nicht wahrgenommen wird.

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Titel:

A Novel Severity Assessment Scoring System for Hidradenitis Suppurativa.

Autoren:

Hessam S1, Scholl L1, Sand M1, Schmitz L1, Reitenbach S1, Bechara FG1.

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PMID:

29417136

Quelle:

JAMA Dermatol. 2018 Mar 1;154(3):330-335. doi: 10.1001/jamadermatol.2017.5890.

Der neue Score, entwickelt an der Ruhruniversität Bochum unter Leitung von Prof. Dr. Falk Bechara, heißt „Severity Assessment of Hidradenitis Suppurativa”, abgekürtzt SAHS. Das Team hat hierzu Daten von 355 Akne inversa Patienten, die von März 2016 bis Juni 2017 an der Ruhruniversität Bochum untersucht wurden, genutzt. Der Score berücksichtigt neben der Anzahl entzündlicher Läsionen und Fisteln auch das vom Betroffenen empfundene Schmerzlevel, die Anzahl der betroffenen Körperregionen sowie die Anzahl an neuen Läsionen innerhalb der vergangenen vier Wochen.